Max Oppenheimer
(Wien 1885 - 1954 New York)
Geigen, Hände, Noten
Öl auf Leinwand
40,5 x 81,5 cm
um 1949
Signiert rechts unten: MOPP |
Losnummer: Kat.Nr.:116
Max Oppenheimer wurde am 1. Juli 1885 in Wien geboren. Seinen künstlerischen Werdegang begann er 1900 an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl. 1903 wechselte MOPP, wie sich der Künstler selbst nannte, an die Akademie von Prag, wo er unter Franz Thiele, einem Vertreter des Secessionsstils, studierte. 1908 nach Wien zurückgekehrt, schuf er am Jugendstil orientierte Landschaftsbilder, die er auf der Kunstschau ausstellte. Ab 1909/10 prägte er - angeregt von Kokoschkas psychologisierender Menschendarstellung - eine malerisch verfeinerte Variante des expressiv-psychologischen Bildnisses. die ihm einen großen Kundenkreis im Künstler- und Schriftstellermilieu eintrug, gleichzeitig aber auch eine breit angelegte Rufmordkampagne Kokoschkas zur Folge hatte, der Oppenheimer des Plagiats bezichtigte. Mit Egon Schiele hingegen verband Oppenheimer ab 1910 eine enge Freundschaft, die von fruchtbarem künstlerischen Austausch getragen wurde.
Von 1911 bis 1915 lebte Oppenheimer in Berlin, 1916 ging er nach Zürich, wo er an der ersten DADA-Ausstellung teilnahm, 1917 bis 1923 hielt er sich in Genf auf, 1924 und 1925 in Wien und ab 1926 arbeitete er in Berlin. 1939 musste Oppenheimer schließlich nach New York emigrieren, wo er 1954 starb.
Im Spannungsfeld der Kunstmetropolen Wien, Berlin, Zürich und Genf, zwischen denen er bis 1939 rastlos pendelte, nahm Oppenheimer stets neue Impulse auf, um diese in seinen persönlichen Stil zu integrieren, der - weniger auf Radikalität bedacht - vor allem um malerische Raffinesse bemüht war.
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