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Giacometti – Teuerster Künstler auf Auktionen

Am 3. Februar 2010 erzielte Sotheby’s in der „Impressionist and Modern Art“-Abendauktion mit 31 Losen, davon 8 Rückgänge, ein fulminantes Ergebnis von £ 146,828,350 ($ 235,659,502) und ist bis dato der höchste in London realisierte Auktionsumsatz. Geschätzt auf £ 69,060,000 – 102,130,000 liegt das Ergebnis weit über dem oberen Schätzwert.

„Mit einer beachtlichen Verkaufsrate von 96,5 % nach Wert und einem Gesamtergebnis von mehr als Є 167 Millionen zeigt der heutige Abend das nicht nachlassende Vertrauen in einen selektiven Markt, der ausgesprochen Wert auf Qualität in Verbindung mit Marktfrische legt. Beides konnte das sorgfältig ausgewählte Auktionsangebot, angeführt von Giacometti, Klimt und Cezanne beeindruckend bestätigen. Auch konnte die Offerte deutscher Expressionisten beispielsweise mit Werken von Kirchner und Feininger mit starken Ergebnissen überzeugen“, sagt Dr. Philipp Herzog von Württemberg, Vice-Chairman Sotheby’s Europa und Geschäftsführer Sotheby’s Deutschland.

In der Abendauktion hat sich 79,5 % des Auktionsangebotes nach Losen verkauft, darunter zwei Werke für mehr als £ 20 Millionen und ein Werk über £ 10 Millionen. Darüber hinaus konnte 51% des Angebotes über dem oberen Schätzpreis veräussert worden. Der durchschnittliche per Los erzielte Wert liegt bei £ 4,736,398.

Mit £ 65,001,250 ($ 104,327,006; Є 74,185,983) avancierte Alberto Giacomettis L’Homme qui marche I – ein zu Lebzeiten entstandener Abguss in Lebensgröße (1961), der zu den faszinierendsten Bronzeplastiken des Künstlers zählt - zum teuersten Werk, das je in einer Auktion verkauft wurde (Schätzpreis: £ 12 Mio.-18 Mio.). Diese Skulptur, die seit 1980 Teil der Unternehmenssammlung der Dresdner Bank AG war, kam nach der Übernahme der Dresdner Bank AG 2009 in den Besitz der Commerzbank AG. Mit dem Erlös wird die Commerzbank ihr neu gegründetes Stiftungszentrum stärken und zudem ihren Partnermuseen Mittel für Restaurierungsarbeiten und pädagogische Projekte zur Verfügung stellen.

Für Gustav Klimts bedeutendem Landschaftsgemälde Kirche in Cassone aus dem Jahr 1913 bewilligte ein anonymer Käufer beachtliche £ 26,921,250 ($ 43,208,606; Є 30,725,246) - dies ist ein Auktionsrekord für ein Landschaftsgemälde von Klimt und das zweithöchste Ergebnis für eine Arbeit dieses Künstlers. Ehemals Teil der eindrucksvollen Klimt-Sammlung des österreichisch-ungarischen Industriellen Viktor Zuckerkandl (1851-1927) und seiner Frau Paula ging das Werk während des Nazi-Regimes in Wien verloren und tauchte erst Jahrzehnte später wieder auf. Auf Grund einer Einigung zwischen Georges Jorisch, dem mittlerweile 81jährigen Großneffen von Viktor und Paula Zuckerkandl, und einem privaten europäischen Sammler, in dessen Familie sich das Gemälde seit vielen Jahren befand, konnte zur Versteigerung dieses einzigartige Meisterwerkes kommen.

Georges Jorisch sagte: “Today’s sale closes a long-open chapter in my life in which I recover a part of my forbears’ legacy and pass it on to future generations, just as my parents would have wished.”

Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete Paul Cézannes Stillleben Pichet et fruits sure une table von 1893/94, das für £ 11,801,250 ($ 18,941,006; Є 13,468,777) in den Besitz eines anonymen Käufers wechselte.

Quelle: © Sotheby’s Deutschland

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