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Thomas Zipp, (White Reformation Co-Op) Mens sana in corpore sano, 2010

Thomas Zipp, (White Reformation Co-Op) Mens sana in corpore sano, 2010

Thomas Zipps Totalinstallation in Kassel

„Angesichts der Existenz von Gleichgültigkeit und angepassten, begrenzten, rauschhaften Zuständen wird heute der Widerstand gegen die Unwahrheit niemanden mehr interessieren.“ Dieser Ausspruch von Thomas Zipp kann auch als Gedanke über seiner aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle Fridericianum stehen. Hierfür hat der 1966 in Heppenheim geborene Künstler einen Großteil seines künstlerischen Œuvres zu einer Gesamtinstallation verwoben, die nun in Kassel die Ausstellungsräume durchzieht. Zipp hat die sonst weißen Museumsräume in tiefem Schwarz steichen und verengte Gänge, gesäumt von verschlossenen und zugänglichen Kammern, einbauen lassen. Durch diese düstere Ästhetik sowie satirische Übertreibung evoziert er die Vision einer „psychiatrischen Anstalt“. Auch diesmal geben ihm Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Gott und Teufel, Norm und Abweichung, Körper und Geist, Obsession, Rausch, Grenzerfahrung, Seligkeit und Sexualität die thematischen Anstöße zur Fragestellung nach Norm und Abweichung, sozialer Ausgrenzung sowie der Einordnung des Selbst in die Gesellschaft.



Schon am Portal hat Thomas Zipp die großen Lettern durch den lateinischen Leitsatz „Mens sana in corpore sano“ ersetzt, das Foyer zur Eingangshalle der „Heilanstalt“ umgestaltet und in den weiträumigen Hauptflügeln sein malerisches und skulpturales Werk zu einem beklemmenden surrealen Parcours eingerichtet. Durch Abdunkelung und den gleichzeitigen Einsatz grellen Neonlichts erschafft er die Illusion langer unheimlicher Gänge, deren Türen zu Schlafsaal, Speisesaal, Küche, Waschraum und Toiletten, Sportsaal, Malwerkstatt, Direktorenzimmer und den verschiedene Behandlungsräumen führen. Sie münden in den jeweiligen Seitenflügeln in Großinstallationen einer Gummizelle, eines Turngeräteraums und eines Spiegelsaals. Damit transformiert Zipp den ältesten Museumsbau auf dem europäischen Kontinent, der 1779 als Ort der Kunst und Kultur im Geist der Aufklärung entstand.

Die Ausstellung „Thomas Zipp – (White Reformation Co-Op) Mens sana in corpore sano“ läuft vom 13. März bis zum 13. Juni. Die Kunsthalle Fridericianum hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Der Katalog erscheint Ende April im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln.

Kunsthalle Fridericianum
Friedrichsplatz 18
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561 – 707 27 20
Telefax: +49 (0)561 – 707 27 75


12.03.2010

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Caspar David Friedrich zum Schnäppchenpreis

Mit dieser Expertise kann sich das Auktionshaus „Azur Enchères“ in Cannes nicht schmücken. Ein kleines Ölgemälde mit einer Eule auf dürren Ästen an einem mondbeschienenen, teils bewölkten Nachthimmel bot es Mitte Februar zum Limit von 30 Euro an. Als Erwartung waren 100 Euro vorgesehen. Doch bei der Auktion entbrannte ein heftiges Gefecht um das romantische Bild. Die Pariser Galerie Talabardon & Gautier war schließlich bereit, dafür 350.000 Euro auf den Tisch zu legen. Wie das französische Internetmagazin artclair.com nun mitteilte, handelt es sich dabei um ein Werk Caspar David Friedrichs, was Bertrand Talabardon und die anderen anwesenden Kunsthändler erkannt hatten. „Die Versteigerer werden häufig als die einzigen Akteure auf dem Kunstmarkt wahrgenommen“, sagte Talabardon im Anschluss. „Hier zeigt sich aber, dass die Kompetenzen nicht einseitig verteilt sind.“



Das bisher unbekannte Gemälde Friedrichs dürfte aus dem Besitz Pierre-Jean David d’Angers stammen. Wie Patrick Le Nouëne, Chefkonservator der Museen in Angers, 1997 in der Revue du Louvre publizierte, nennt die Inventarliste des Bildhauers nach dessen Tod 1856 drei Gemälde des deutschen Romantikers. Darunter wird eines mit einer „Eule auf einem kahlen Baum“ beschrieben. Da die Experten nun von einem Wert von rund 3 Millionen Euro ausgehen, wollen die Einlieferer den Verkauf rückgängig machen und haben Rechtsmittel eingelegt. Nach bisheriger französischer Rechtssprechung können sie dabei auf einen positiven Ausgang hoffen. Denn schon 1986 wurde in Versailles ein barockes Gemälde zunächst als Umkreis Nicolas Poussins angeboten und für 1,6 Millionen Francs von einem Pariser Händler angekauft. Nachdem sich die Urheberschaft des Meisters herausgestellt hatte, forderten die ehemaligen Eigentümer das Gemälde erfolgreich zurück. Schließlich landete es für 15 Millionen Euro in den Sammlungen des Louvre.


12.03.2010

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Mel Ramos, Vinaburger, 1965

Mel Ramos, Vinaburger, 1965

Zehn Tage Schlussverkauf bei Eikelmann

Nach sieben Jahren schließt Burkhard Eikelmann seine Düsseldorfer Galerieräume in der Ackerstraße und konzentriert sich ganz auf seinen neuen Standort im dortigen Oberkassel. Hier wird er sich unter dem Motto „Burkhard Eikelmann Classics“ mehr dem Kunsthandel mit klassischen Positionen widmen und in diesem Jahr eine Gruppenschau mit Werken der ZERO-Künstler sowie Ausstellungen zu Alex Katz und James Rosenquist präsentieren. Erst für das Jahr 2012 ist ein Neustart an der Ackerstraße geplant. Daher müssen die in zwei Jahrzehnten angewachsenen umfangreichen Bestände der jüngeren Kunst nun an den Mann respektive die Frau gebracht werden. Heute um 17 Uhr geht’s los. In einem „Schlussverkauf“ gibt Eikelmann rund 2000 Gemälde, Grafiken, Fotografien und Skulpturen zu sehr reduzierten Preisen ab. Die Arbeiten auf Papier starten schon ab 50 Euro, auf Leinwand ab 200 Euro. Der Sonderverkauf, der auch zahlreiche Bücher und Kataloge umfasst, läuft zehn Tage. Danach ist in den Räumen an der Ackerstraße vorerst Schluss.



Der „Schlussverkauf“ findet vom 12. März ab 17 Uhr bis zum 22. März um 19 Uhr in der Ackerstraße 13 statt.

Galerie Burkhard Eikelmann
Ackerstraße 13
D-40233 Düsseldorf

Telefon: +49 – (0)211 – 303 777 3
Telefax: +49 – (0)211 – 869 301 0


Infos: www.burkhardeikelmann.com


12.03.2010

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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News vom 12.03.2010

Thomas Zipps Totalinstallation in Kassel

Thomas Zipps Totalinstallation in Kassel

Caspar David Friedrich zum Schnäppchenpreis

Zehn Tage Schlussverkauf bei Eikelmann

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