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50 Jahre Brasilia: Anspruch und Wirklichkeit einer Hauptstadt aus der Retorte

Poesie in Stahlbeton

Brasilia – Außenministerium, Palácio Itamaraty

Brasilia um 17 Uhr nachmittags – Feierabend. Tausende von Büroangestellten strömen aus allen Himmelsrichtungen zum zentralen Omnibusbahnhof der brasilianischen Hauptstadt. Innerhalb kürzester Zeit sind sie in einer Armada von gelben, roten oder blauen Omnibussen verschwunden. Über 8000 Busse sind in Brasilia registriert. Das Heer der ...mehr

Der Goslarer Kaiserring 2010 geht an den künstlerischen Grenzgänger David Lynch

Der Kultregisseur im Kunstolymp

David Lynch – Träger des Kaiserrings 2010

Er befindet sich in prominenter Gesellschaft. Der Kaiserring der Stadt Goslar 2010, einer der renommiertesten Kunstpreise, der weltweit vergeben wird, geht in diesem Jahr überraschenderweise an einen Künstler, der in erster Linie für sein filmisches Werk bekannt ist. Der Amerikaner David Lynch, geboren 1946 im US-Bundesstaat Montana, reiht sich ein in eine Riege von Weltklassekünstlern wie Gerhard Richter, Nam June Paik, Sigmar Polke, Cindy Sherman oder Bridget Riley, die den undotierten Preis 2009 erhielt. In der Jury-Begründung heißt es: „Kein anderer Filmemacher bezieht sich in seinen Einstellungen so anhaltend auf die Erfahrungen des bildenden Künstlers.“ Weiterhin bezeichnet die Jury unter Vorsitz von Wulf Herzogenrath, dem Direktor der Kunsthalle Bremen, den künstlerischen Ansatz des Kultregisseurs, der auch malt, zeichnet und fotografiert, als „eine leidenschaftliche Malerei, die mit dem Wissen um das Risiko spielt. Immer wieder bricht eine ungezähmte Wildheit aus den Bildern.“ ...mehr

Verkaufen um zu Überleben? Oder alles halb so schlimm? Zweckoptimismus und Beschwichtigungen auf der Jahrespressekonferenz der Hamburger Kunsthalle

Nur ein Sturm im Wasserglas?

Düstere Aussichten für die Hamburger Kunsthalle oder bloß ein Sturm im Wasserglas?

Alles heiße Luft und Schnee von gestern? Hubertus Gaßner, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, gab sich auf der Jahrespressekonferenz des Hauses verhalten optimistisch: „Ich sehe schon mit etwas Sorge, aber nicht mit Sorgenfalten in die Zukunft.“ Die derzeit aufgepeitschte Medienberichterstattung über etwaige Verkäufe aus der Sammlung des Hauses sei nicht mehr als der berühmte Sturm im Wasserglas. Bei der Vorstellung des Ausstellungsprogramms 2010 mochte der Kunsthallendirektor zunächst gar nicht auf die aktuelle Debatte um Verkäufe aus der Sammlung eingehen. Am Ende aber musste er sich den teils bohrenden Fragen der Presse stellen. ...mehr

Von der Förde an die Elbe: Dirk Luckow, der frisch gebackene Intendant der Hamburger Deichtorhallen, will dem Haus mehr Profil verleihen

Zurück in die erste Liga

Dirk Luckow

„Für mich gehören die Deichtorhallen zu den schönsten Ausstellungshäusern in Europa“, betont Dirk Luckow, 51, der seit 14 Tagen als neuer Intendant der Deichtorhallen in Hamburg tätig ist. „Die Räumlichkeiten sind ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.“ Luckow, der nach sieben Jahren Direktorenschaft in der Kunsthalle zu Kiel in seine Geburtsstadt Hamburg wechselt, übernimmt ein zweigeteiltes Haus. Die Südhalle hat sich als Haus der Photographie etabliert und fußt auf der Sammlung des Hamburger Unternehmers, Modefotografen und Sammlers F.C. Gundlach. Die 3.800 Quadratmeter große Nordhalle als Ausstellungshaus für aktuelle Kunst möchte Luckow dagegen wieder verstärkt mit thematischen Ausstellungen bespielen. Hier plant er, an wichtige Gruppenausstellungen seines Vorvorgängers Zdenek Felix anzuknüpfen, aber auch an die Eröffnungsausstellung der Deichtorhallen mit dem programmatischen Titel „Einleuchten“, die der Schweizer Starkurator Harald Szeemann 1989 konzipiert hatte. ...mehr

Brainfood für die Künstler von morgen: Der dänische Starkünstler Olafur Eliasson hat in der Hamburger Kunsthalle eine dauerhafte Installation speziell für Kinder und ihre Eltern eingerichtet. Im kreativen Spiel mit bunten Konstruktionselementen aus Japan werden hier die Lust an der Kunst und die Neugier auf die Sammlung geweckt

Im Bastelraum der Kunst

Olafur Eliasson, Das Hamburger Kinderzimmer, 2009

„Es hat fast schon Suchtcharakter“, schmunzelt Annabelle Görgen-Lammers, die Kuratorin des neu eingerichteten Hamburger Kinderzimmers in der Hamburger Kunsthalle. „Wir bekommen die Kinder kaum noch raus.“ Kein geringerer als Olafur Eliasson, 42, der dänische Superstar unter den zur Zeit gefragtesten internationalen Künstlern, hat einen „Spielraum für den Anfang der Kritik“ in der Galerie der Gegenwart in enger Kooperation mit dem Haus entwickelt. Im Zentrum des Hamburger Kinderzimmers, in das sich gerne auch mal Erwachsene verirren, steht ein großer weißer Tisch, auf dem sogenannte „Zometools“ liegen, ein japanisches Kinderspielzeug. Es besteht aus verschieden geformten bunten Stäbchen, die in weiße oktagonale Verbindungskugeln gesteckt werden. Die Möglichkeiten der Konstruktion sind nahezu unendlich. Und die Kinder ab sechs Jahren legen sofort los. Mal entstehen sternförmige Gebilde, dann wieder linear oder architektonisch konstruierte Formen wie Häuser oder Raketen. Manche Konstruktionen entstehen in Gemeinschaftsarbeit, andere als Tüftelei Einzelner. ...mehr







News vom 18.03.2010

Schon wieder Unbill auf Schloss Moyland

Salomon-Preis an Michael von Graffenried

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Neuer Baselitz für die Berlinische Galerie

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Kasper König bleibt Chef im Kölner Museum Ludwig

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